Moonshot liefert mit Kimi K3 das größte „offene“ Modell aller Zeiten – 2,8 Billionen Parameter, unabhängig auf Augenhöhe mit Opus 4.8 gemessen. Nur die Weights fehlen noch, und der Preis beendet die Billig-Ära chinesischer Modelle.
GPT-5.6 mit Sol, Terra und Luna ist da, dazu ChatGPT Work und die Voice-Modelle GPT-Live. Warum ich als Plus-Nutzer zunächst trotzdem auf GPT-5.5 sitze (im Web-Chat), was die Benchmarks hergeben – und warum diesmal beide großen Labs durch einen Regierungs-Filter mussten.
Anthropic hat Claude Sonnet 5 veröffentlicht: agentischer als der Vorgänger, bei einzelnen Benchmarks auf Opus-4.8-Niveau und günstiger. Der neue Tokenizer frisst den Preisvorteil aber teilweise wieder auf. Eine nüchterne Einordnung, kurz nach Launch.
Z.ai hat GLM‑5.2 veröffentlicht: MoE-Flaggschiff mit rund 750 Mrd. Parametern, 1M-Token-Kontext und Open Weights unter MIT. Die Coding-Benchmarks sehen stark aus, sind aber herstellereigen – und „lokal lauffähig“ heißt nicht „läuft auf deinem Server“.
MiniMax startet M3 als „erstes Open-Weight-Modell" mit Coding, 1M-Context und Multimodalität. Nur fehlen zum Launch die Gewichte, die offizielle Parameterzahl und jede unabhängige Benchmark-Messung. Eine Einordnung zwischen echter Substanz und Marketing-Gegenwartsform.
Anthropic veröffentlicht Claude Opus 4.8 zum gleichen Preis wie den Vorgänger und macht „Ehrlichkeit“ zum Hauptargument. Ein Inkrement mit ein paar praktisch relevanten Features drumherum – und Benchmarks, die ausnahmslos aus dem eigenen Haus kommen.